Nachhaltig heisst, grösser zu denken

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Eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach: Diese Idee hatten sicher schon viele Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer. Umgesetzt haben es noch nicht so viele, wie eigentlich notwendig wäre, um die Klimaziele der Schweiz bis ins Jahr 2050 zu erreichen. Zudem kann eine Photovoltaikanlage nicht isoliert betrachtet werden. Es braucht ein grundsätzliches Umdenken zum Thema Energieverbrauch und Energieeffizienz. Ein Besuch bei der Familie Zimmermann in Arlesheim zeigt, worum es geht: Das Zauberwort heisst Smart Home.

Endlich Sonne! Dieser Sommer macht es den Photovoltaikanlagen nicht gerade leicht. Auch bei Familie Zimmermann spürt man die Freude, dass der Sommer endlich da ist. Katarina und Martin Zimmermann leben mit ihren zwei Kindern in einem frisch renovierten Einfamilienhaus in Arlesheim mit einem schönen Ausblick auf die letzten Ausläufer des Juras bis nach Frankreich. Als sie das Haus vor fünf Jahren kauften, wussten sie bereits, dass sie langfristig nur noch auf erneuerbare Energien setzen wollen.

Effizienz-Steigerung dank Renovationen

Ein gewagtes Ziel für ein Haus aus den 70er-Jahren. Wäre es nicht besser gewesen, das Haus abzubrechen und ein neues zu bauen? Das verneint Martin Zimmermann: «Da die Bausubstanz noch sehr gut war, kam dies für uns nie in Frage. Die grosse Menge an grauer Energie, die dabei entstanden wäre, hätten wir wohl gar nie wettmachen können.» Die Umbauarbeiten waren umfassend, damit die Energie-Effizienz des Gebäudes stark erhöht werden kann. So wurden die alten Fenster durch dreifach verglaste Fenster ersetzt sowie die Fassade als auch die Wände im Keller zusätzlich gedämmt. Zudem musste das Dach komplett ersetzt werden.

Viel mehr als eine Photovoltaikanlage

Mit der Planung der Photovoltaikanlage wurde auch die Frage der Heizung aufgenommen. «Im Haus war noch eine Gasheizung installiert», erzählt Martin Zimmermann. «Sie hatte damals aber ihre Lebensdauer erreicht und fing an zu zicken.» Neben der Photovoltaikanlage und der Heizung hat der für Elektronik affine Hausbesitzer eine Smart-Home-Anlage installiert. Aber wie funktioniert Smart Home genau? «Grundsätzlich versucht unser Haus selbständig, so effizient wie möglich zu sein. Sei dies mit automatischer Beschattung (gekoppelt mit der Heizung), mit dem intelligenten Energiemanager oder auch mit einer effizienten Beleuchtung. Die Kontrolle bleibt aber immer bei uns.» Smart Home sei entscheidend für einen effizienten Energieverbrauch. Denn ohne wären täglich viele manuelle Eingriffe notwendig, die gemäss Martin Zimmermann auf die Dauer sehr mühsam wären. Der elektronische Energiemanager unterstützt die Familie zusätzlich, da er einen sorgsameren Umgang mit den Systemen fördert. Auch Katarina Zimmermann ist froh über Smart Home: «Das Schöne daran ist ja, dass dies ganz automatisch geschieht und wir damit einen Komfortgewinn haben.»

Unabhängiger werden

Dank diverser Arbeiten und Installationen in ihrem Haus stellt die Familie einen klaren Trend zu einer verbesserten Energie-Effizienz fest, und Katarina Zimmermann ergänzt: «Wir konnten zum Beispiel schon einige Heizkörper demontieren, weil wir sie nicht mehr benötigen.» Damit werden sie je länger je unabhängiger von externer Energie – aktuell liegt der Wert bei ungefähr 75 % eigener Energie über das ganze Jahr gesehen: «Es ist ein fantastisches Gefühl, den grössten Teil der notwendigen Energie selber zu produzieren», sagt Martin Zimmermann und ergänzt: «Selbstverständlich wollen wir diesen Wert weiter steigern. Wasserstoffproduktion mit Hilfe der heimischen Photovoltaikanlage ist zum Beispiel ein interessanter Ansatz, den wir weiterverfolgen werden. Damit könnte während des Sommers sogar Energie für die sonnenärmeren Wintermonate gespeichert werden.»

Langfristig denken lohnt sich

Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage inklusive weiteren Optimierungen wie einer neuen Heizung, der Installation eines Smart Homes etc. sind mit hohen Investitionen verbunden. Lohnt sich das überhaupt? Familie Zimmermann rechnet damit, dass sich die Investition in 12 bis 13 Jahren auch finanziell gelohnt haben werden. Für die vierköpfige Familie ist es aber jetzt schon ein Gewinn: Sie profitieren bereits seit dem ersten Tag von tieferen variablen Kosten und einer Komfortsteigerung.

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Fabienne Schindler
Verantwortliche Produktmanagement Hypotheken bei BLKB
Fabienne Schindler ist Betriebsökonomin FH und arbeitet als Produktmanagerin bei der BLKB im Bereich Hypotheken und Immobilien. Sie versorgt die Leserinnen und Leser regelmässig mit Beiträgen rund um die Themen „Mieten, Kaufen, Wohnen“.

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