Der Wald – die grösste Freizeitarena in der Region

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Spazieren, Joggen, Velofahren oder einfach die Ruhe geniessen – gerade in der Nähe von urbanen, dicht besiedelten Gebieten wird der Wald intensiv genutzt. Ein vitaler Baumbestand ist von zentraler Bedeutung für die Sicherheit der Waldbesucherinnen und -besucher. Mit dem Projekt «Wald von morgen» fördert die BLKB gemeinsam mit WaldBeiderBasel die Pflanzung von klimaresistenten Bäumen.

Der Wald in der Agglomeration Basel ist die grösste Freitzeitarena in der Region und trägt wesentlich zur Lebensqualität bei. Auch der Wald «Im Meierhegli» in Oberwil ist ein typischer Erholungswald. Er wird intensiv besucht und genutzt. Der Wald ist jederzeit und für alle offen. «Ein respektvoller Umgang mit dem Wald liegt aber in der Verantwortung jedes Einzelnen», sagt Gabriella Ries, Vorstandsmitglied von WaldBeiderBasel. Es gilt daher, ein paar Regeln zu beachten, um dem Wald nicht zu schaden. Und auch auf die Pflege und den Unterhalt des Waldes hat die intensive Nutzung einen Einfluss.

Der Wald ist für alle da

Die Bürgergemeinde Oberwil ist als Waldbesitzerin für den Unterhalt des Waldes zuständig, der Forstbetrieb Allschwil / Unteres Leimental kümmert sich um die Pflege der Wege, der Grillstellen und des Baumbestandes. Insbesondere die Feuerstelle «Allme» ist ein sehr beliebter Ort für gemeinsame Stunden in der Natur.

Im unmittelbaren Umkreis der Grillstelle werden die jungen Bäume immer wieder in Mitleidenschaft gezogen. Es sind also gezielte Massnahmen nötig, um den Wald und die Natur zu schützen. Die unter der Trockenheit leidenden Buchen wurden daher dieses Jahr gefällt und durch neue, klimaresistente Baumarten ersetzt. Im März konnten im Rahmen des Projektes «Wald von morgen» rund 200 Bäume im Oberwiler Wald gepflanzt werden. Mit einer breiten Baumartenpalette bestehend aus Traubeneichen, Winterlinde, Edelkastanie, Eibe, Feldahorn und vier Weidenarten soll der Wald fit für die Zukunft gemacht werden, so dass er auch bei einem veränderten Klima die verschiedenen Waldfunktionen erfüllen kann und ihn Erholungssuchende auch in Zukunft geniessen können. In den nächsten Jahren finanziert die BLKB die Pflanzung und Pflege von insgesamt 1000 klimaresistenten Bäumen im Baselbiet. Mit dem Zukunftskonto können auch Kundinnen und Kunden einen Beitrag für das Projekt leisten.

Wald-Knigge

Damit das Nebeneinander der Erholungssuchenden konfliktfrei bleibt und auch Flora und Fauna nicht übermässig belastet werden, werden die Waldbesucher angehalten, einige Spielregeln einzuhalten. «Die Herausforderung bei dieser intensiven Waldnutzung ist, die verschiedenen Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen», sagt Dominik Möller, Stv. Betriebsleiter Forstrevier Allschwil / Vorderes Leimental. Dies ermöglicht allen ein konfliktfreies Walderlebnis und räumt auch der Natur einen Platz ein.

Der Wald ist ein natürliches Ökosystem. Waldbesucher betreten den Wald grundsätzlich auf eigenes Risiko. Waldeigentümer und Forstbetrieb empfehlen grundsätzlich bei Wind, Starkschnee, etc. den Wald zu meiden und die offiziellen Einrichtungen wie Waldwege und Feuerstellen zu nutzen. Die Trockenheit der letzten Jahre hat viele Bäume zusätzlich geschwächt. Gehen Sie mit offenen Sinnen durch den Wald.

 

Die Arbeitsgemeinschaft für den Wald hat mit 20 nationalen Organisationen einen Knigge mit zehn Tipps für einen respektvollen Waldbesuch erarbeitet:

  • Wir sind als Gast willkommen: Als Waldbesucherinnen und -besucher sind wir im Wald willkommen, je nach Ort und Zeit gelten aber zweckmässige Bestimmungen zum Beispiel bezüglich Naturschutz und Waldbrandgefahr. Wir befolgen sie.
  • Wir geniessen die Ruhe und Langsamkeit: Im Wald gilt ein generelles Fahrverbot für Motorfahrzeuge. Für Fahrräder und Pferde gelten je nach Kanton unterschiedliche Bestimmungen. Wir halten uns daran.
  • Wir bleiben auf den Wegen: Der Wald ist Lebensraum von Pflanzen und Tieren. Um diese nicht zu stören, nutzen wir die bestehenden Wege.
  • Wir beschädigen und hinterlassen nichts: Der Wald mitsamt Bänken und anderen Einrichtungen ist fremdes Eigentum. Wir hinterlassen keinen Abfall und beschädigen nichts.
  • Wir fragen nach, bevor wir etwas installieren: Grundsätzlich dürfen im Wald keine Bauten errichtet werden. Hütten, Ast-Sofas, Schanzen, Kurven und andere bleibende Einrichtungen dürfen nur mit Erlaubnis erstellt werden. Wir kontaktieren den Förster / die Försterin und die Waldeigentümerschaft.
  • Wir achten auf die Forstarbeit: Waldpflege und -bewirtschaftung können Gefahren für Profis und Waldbesuchende bergen. Wir halten uns zwingend an Anweisungen und Absperrungen – auch am Wochenende.
  • Wir sind uns der Gefahren in der Natur bewusst: Der Wald ist lebendige Natur. Wir hüten uns eigenverantwortlich vor möglichen Gefahren wie herunterfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen. Bei Gewitter und Sturm gehen wir nicht in den Wald.
  • Wir halten Hunde unter Kontrolle: Die Anwesenheit von Hunden bedeutet Stress und Gefahr für Wildtiere; deshalb gilt während der Brut- und Setzzeit meistenorts die Leinenpflicht. Wir riskieren nichts. Die Leine hilft jederzeit.
  • Wir sammeln und pflücken mit Mass: Das Gesetz erlaubt das Sammeln von nicht geschützten Pflanzen, Pilzen und Früchten, aber auch von Ästen oder Zapfen im ortsüblichen Umfang. Wir beachten lokale Vorschriften und halten Mass.
  • Wir respektieren die Nachtruhe im Wald: Besonders in der Dämmerung und nachts sind viele Tiere auf den Wald als ungestörten Lebensraum angewiesen. Wir bleiben auf den Wegen und vermeiden Lärm und störendes Licht.

Weitere Informationen: Wald-Knigge.

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Patricia Rehmann
Spezialistin Unternehmenskommunikation bei BLKB
Patricia Rehmann hat Soziologie und Medienwissenschaften an der Universität Basel studiert und ist heute Spezialistin Unternehmenskommunikation bei der BLKB.

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