Vision klimapositiver Kaffee

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Vor drei Jahren haben wir Crowd Container auf unseren Crowdfunding Channel aufgenommen und das damalige Projekt unterstützt. Die BLKB, als zukunftsorientierte Bank der Schweiz, macht sich stark für eine nachhaltige Entwicklung für alle. Wir übernehmen Verantwortung für die Menschen, die uns vertrauen, für die Gesellschaft, in der wir leben und für die Umwelt, die uns das Leben ermöglicht. Nachhaltigkeit ist unser Thema und darum lassen wir im Folgenden Tobias Joos von Crowd Container davon berichten.

VISION KLIMAPOSITIVER KAFFEE

Seit der Gründung von Crowd Container arbeiten wir mit Produzent*innen zusammen, die in sogenannten Agroforst-Systemen Lebensmittel anbauen. Von den Waldgärten in Kerala bis zu den Hochstamm-Streuobstwiesen in der Schweiz erleben wir immer wieder die positiven Auswirkungen der Bäume auf das gesamte Ökosystem: Sie schützen den Boden vor Erosion und vor dem Austrocknen. Sie bieten einen Lebensraum für Vögel und Insekten und sie produzieren auf genügsame Weise wunderbare Lebensmittel. Zusätzlich binden sie CO2 aus der Atmosphäre im Holz und, über den Nährstoffkreislauf, indirekt auch im Boden. Lässt sich diese positive Wirkung tatsächlich messen und beziffern? Gemeinsam mit der Stiftung Myclimate sind wir der Frage am Beispiel unseres Agroforst-Kaffees aus Peru nachgegangen. Soeben hat das Schweizer Fernsehen über die Resultate der Studie berichtet.

Die Studie von MyClimate macht es deutlich: Kaffee, wie er von der Kooperative CAFHU im Bergregenwald von Peru kultiviert und als «Amazonas» von Crowd Container vertrieben wird, belastet die Umwelt rund drei Mal weniger als konventionell angebauter Kaffee.

Bereits Ende 2019 hat der Agronom Severin Hellmüller für uns in Peru erste Daten erhoben. Zusammen mit den Produzent*innen der jungen Kooperative CAFHU zählte er die Bäume auf den Feldern und analysierte den Boden, auf welchem die Kaffeesträucher wachsen. Aus all diesen Daten berechnete Myclimate den kompletten Fussabdruck unseres Kaffees. Zum Vergleich wurden die Daten eines typischen konventionell angebauten Kaffees aus Brasilien herbeigezogen. Die Resultate waren überraschend deutlich: Dank des Agroforstsystems resultiert eine fast drei Mal geringere Umweltbelastung und 2.4 Mal weniger CO2-Ausstoss als im konventionellen Anbau. Dabei ist der Anbau mit Abstand der wichtigste Umweltfaktor im gesamten Lebenszyklus einer Packung Kaffee. Andere Faktoren wie Transport und Verpackung fallen dabei kaum ins Gewicht. Alle Details zu den Berechnungen könnt ihr in der Studie nachlesen.

Die Studie vom Myclimate hat uns darin bestärkt, dass wir mit unserer Vision einer klimapositiven Landwirtschaft auf dem richtigen Weg sind. Das Beispiel Kaffee zeigt, dass die Anbauform der entscheidende Faktor ist. Auch bei unserem Argoforst-Kaffee gibt es noch viel Verbesserungspotenzial um die Emissionen zu verringern. Dieses kann jedoch nur realisiert werden, wenn die Vermarktung des Kaffees Investitionen in den Anbau ermöglicht. Unsere Aufgabe ist es, einen starken Vertriebskanal für diese Formen von Landwirtschaft zu etablieren und gemeinsam mit den Produzent*innen und Konsument*innen den Wandel im Ernährungssystem voranzutreiben.

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Piera Killias
Piera Killias ist Marketing Managerin bei der BLKB. Sie betreut das Crowdfunding und schreibt über erfolgreiche Projekte, die daraus entstehen.

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