Leere Büros und volle Leistung

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Warum sich ein modernes Arbeitsumfeld derzeit besonders lohnt

Homeoffice erlebt gerade einen grossen Aufschwung. Wenn auch nicht freiwillig: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus arbeiten Mitarbeitende von zu Hause aus, die sonst in einem Büro der Arbeit nachgehen. Auch bei der BLKB: «90 Prozent unserer Mitarbeitenden arbeiten inzwischen von zu Hause aus», sagte CEO John Häfelfinger im Interview mit dem Nachrichten-Portal finews.ch. Auch er selbst arbeitet aktuell einen grossen Teil seiner Zeit in den heimischen vier Wänden. «Ich möchte als Rollenmodell zeigen, dass der Betrieb aus dem Homeoffice funktioniert.» Im Durchschnitt sind derzeit 75 Prozent der BLKB-Mitarbeitenden gleichzeitig an ihren Wohnorten beruflich online. 

Denn auch wenn die Umstände, die derzeit weltweit Menschen dazu zwingen, am Küchentisch, im Schlaf- oder Nähzimmer ihre Arbeitslaptops aufzuklappen, aussergewöhnlich sind: Die Arbeit, die die Büromenschen verrichten, hat sich nicht gross geändert. Auch im «Corona-Modus» müssen die Prozesse funktionieren und die gewohnte Qualität in vertretbarer Zeit geliefert werden. Dafür braucht es einerseits digitalisierte Prozesse, andererseits die technische Voraussetzung, was die Arbeitsplatz-Infrastruktur der Mitarbeitenden angeht. Und zu guter Letzt braucht es auch bei jedem einzelnen Berufstätigen und in den Teams die nötige Kompetenz, dezentral zu arbeiten und auch ausserhalb des Büros die volle Leistung abzuliefern.

Homeoffice: die Arbeitsform der Stunde

«Normalerweise planen Unternehmen den Einstieg ins sogenannte Remote Working von langer Hand, führen Schulungen durch, starten Pilotprojekte», schreibt die Handelszeitung. «All das fällt in der jetzigen Lage weg, mancherorts heisst es einfach: Ab morgen arbeiten alle zu Hause». Auf einmal ist eine Arbeitsform, die lange Zeit ein Schattendasein fristete, auch bei den Unternehmensführungen weltweit beliebt. Firmen, die ihren Mitarbeitenden eine zeitgemässe Arbeitsplatz-Infrastruktur zur Verfügung stellen, die ortsunabhängig einsetzbar ist, sind nun im Vorteil. Eine vergangenen Sommer publizierte Umfrage des Bundesamts für Statistik belegt, dass die Teleheimarbeit (so heisst die Homeoffice-Arbeit in der Fachsprache) tatsächlich auf dem Vormarsch ist: Von 2001 bis 2018 hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (Arbeitnehmende und Selbstständigerwerbende), die zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiten, mehr als vervierfacht. Inzwischen macht über eine Million Personen mindestens einmal pro Monat einen Homeofficetag.

Work Smart bei der BLKB

Die BLKB setzt schon lange auf die Möglichkeiten, die mobil-flexibles Arbeiten bietet: Seit 2016 ist die Bank Teil der Schweizer Work Smart Initative. Der Verein wurde 2015 von einigen grossen Arbeitgebern ins Leben gerufen. Inzwischen haben schon mehr als 200 Unternehmen die entsprechende Charta unterzeichnet. Bei der BLKB sind nicht nur flexible Arbeitszeitmodelle möglich, auch das mobile Arbeiten wird bewusst gefördert: Homeoffice als eine Teildisziplin von Work Smart ist in grossen Teilen der Bank eine verbreitete und akzeptierte Arbeitsform. Die IT-Infrastruktur spielt dabei eine entscheidende Rolle: Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat einen persönlichen Laptop als Arbeitsgerät, der sowohl an allen BLKB-Standorten als auch von zu Hause aus oder von unterwegs eingesetzt werden kann. Das herkömmliche Telefon wurde durch Skype for Business abgelöst. Das ermöglicht unseren Mitarbeitenden, ortsunabhängig mit ihrem Laptop und einem Headset von ihrer geschäftlichen Telefonnummer aus zu telefonieren.

Von der Ausnahme zum Normalfall?

Im derzeitigen Umfeld ist Homeoffice für die Unternehmen eine gute Möglichkeit, die Mitarbeitenden, die dezentral arbeiten können, vor Ansteckungen zu schützen. Sie müssen so die Kolleginnen und Kollegen, die es vor Ort für den Betrieb braucht, nicht unnötigen Kontakten auszusetzen und können so ihrer Fürsorgepflicht als Arbeitgeber nachkommen. Wie lange dieser «Corona-Modus» dauern wird, ist noch nicht absehbar. Je länger der Ausnahmezustand aber anhält, desto mehr wird das Arbeiten im Homeoffice zum Normalfall. Es ist gut möglich, dass nun der eine oder andere Arbeitnehmer auf den Geschmack kommt und das Arbeiten von zu Hause aus auch in der Nach-Corona-Zeit als Teil seines Arbeitsalltags beibehalten wird.

«Work Smart verändert die Arbeitswelt» steht auf der Work-Smart-Website. So wie es aussieht, wird das Coronavirus den weit grösseren Einfluss auf die flächendeckende Akzeptanz des Homeoffice haben.

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Nadja Schwarz
Nadja Schwarz hat Kommunikationswissenschaften und Journalistik studiert und ist heute Leiterin Unternehmenskommunikation bei der BLKB.

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